Es geht um Kinder, Frauen und „die Rettung der Liebe“. Gedanken von Prof. Dr. med. Gunther Moll, Kinderpsychiater, Kinderrechtler, Politiker und Bestseller Buchautor.

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MEINE BOTSCHAFT (Teil 3) 

1. Urquelle

Unser Leben wird nicht durch Starrheit, Linearität und Kausalität bestimmt. Es ist Bewegung, Vielfalt und Beziehung. Es beruht auf Rhythmen, Zyklen und Rundungen. Es ist Form, Musikalität und Liebe. Die Urquelle der Liebe eines Kindes – und damit aller Menschen – ist seine Mutter. Dies hatte seine ganz besondere Geschichte.

2. Bedrohung

Vor Urzeiten schien es an Bakterien und Viren zu sein, die Vorherrschaft auf der Erde zu übernehmen. Zu ihrer rasanten Vermehrung hatten sie die Fertigkeit erworben, ihre Oberflächeneigenschaften in kürzesten Zeiten zu verändern. Damit konnten sie nicht nur Körperzellen „aufbrechen“, sondern Abwehrzellen „unerkannt“ ins Leere laufen lassen. Keine Immunabwehr kam diesen Angriffen mehr hinterher. Um zu überleben, mussten die größeren Lebewesen eine neue Strategie erfinden. Diese war zweifach genial.

3. Sex

Eines Tages „warfen“ die größeren Lebewesen ihre nur genetisch identische Kopien hervorbringende Fortpflanzungsmethode „über Bord“. Sie trennten sich in zwei Geschlechter auf und hatten Sex! Die Neukombinationen weiblicher und männlicher Erbinformation erhöhten ihre Schlagkraft gegen die Veränderungskünste der Mikroorganismen. Der Sex blieb aber kein „Lotteriespiel“, den Weibchen gelang eine weitere Steigerung! Sie lernten, einen mit möglichst unähnlichen Immungenen ausgestatteten Partner an seinem angenehmen Körpergeruch zu „erkennen“. Durch eine nun von Generation zu Generation größere Bandbreite ihrer Immunabwehr konnten die Nachkommen die Mikroorganismen noch besser „Schach matt setzen“. Das weibliche Geschlecht hatte erfolgreich Partnerwahl und Fortpflanzung übernommen.

4. Liebe

Das dem aufrechten Gang folgende Freiwerden der Arme, die Beweglichkeit der Hände und Finger, die Empfindlichkeit der Haut, das Umarmen und sich gegenseitig in die Augen sehen können beim Sex sowie das Herumtragen des Nachwuchses in seinen ersten Lebensjahren mit fast ständigem Körperkontakt ermöglichten eine einmalige Zuwendung und Bindung, die wir Liebe nennen. So wurden wir nicht nur denkende, sondern noch weitaus stärker liebende, soziale Wesen. Frauen waren und sind Ursprung der Liebe und Katalysator dieser ganz besonderen Entwicklung. Die Frauen, nicht die Männer.

5. Bindung

Uns Menschen ist als wertvollste Fähigkeit die Liebe eingegeben. Diese muss sich aber erst zu einem Lieben und in Liebe leben können ausformen. Bestimmend hierfür sind in Baby- und Kleinkinderzeit eine Wärme und Geborgenheit schenkende Mutter-Kind-Bindung sowie über die gesamte Kindheit Vertrauen und Sicherheit gebende Eltern-Kind-Bindungen – und damit das Leben in einer Familie. Durch die Bindungen der Liebe wurden die uralten genetischen Naturgesetze „überformt“ und unser eigenes Verhalten zu einer bestimmenden Größe für unsere weitere Entwicklung.

6. Familie, Kinder, Beruf

Die Familie ist Grundeinheit der Gesellschaft und natürliche Umgebung für Kinder, in Glück, Liebe und Verständnis aufzuwachsen. Familie ist nicht Mutter und Kind(er). Sie ist fürsorgliche Mutter + liebevolle Partnerin + selbstbewusste Frau, fürsorglicher Vater + liebevoller Partner + selbstbewusster Mann und ihr(e) Kind(er). Dabei sind beide Elternteile für Entwicklung und Erziehung ihrer Kinder verantwortlich. Diesen Aufgaben und Pflichten nachzukommen müssen Staat und Wirtschaft allen Eltern – einschließlich Schwangerschaft, Babypause(n) und selbst zu wählende Mutter-Vater-Kind-Zeiten ohne Sorgen um Ausbildung, Beruf, Karriere oder Armut – möglich machen. Für Mütter alleine sind Familie und Beruf kaum zu „vereinbaren“, ohne dass ihr(e) Kind(er) und sie als Frauen einen hohen Preis zahlen müssen.

7. Job-Pairing

Familie ist nicht „Mama am Herd“ und auch nicht staatliche Kinderbetreuung. Familie ist „Job-Pairing“: Beide Elternteile stimmen sich in Aufgaben und Arbeiten ab und treffen gemeinsam Entscheidungen für die Kinder-, Familien- wie Berufswelten: Wer macht wann Elternzeit, wer betreut und erzieht wann in welchem Umfang die Kinder, wer arbeitet wann in welchem Umfang im Beruf. Kindererziehung und Berufstätigkeit beider Elternteile, abwechselnd und/oder gleichzeitig mit flexiblen Zeiten und fließenden Übergängen, bei Wunsch oder Bedarf auch in bestens ausgestattete Kinderbetreuungseinrichtungen. Arbeits- und Berufswelten sind einschließlich Teilzeit und Homeoffice so zu organisieren, dass Eltern ihr(e) Kind(er) in größtmöglichem Ausmaß lieben, versorgen und erziehen können. Doch die Wirklichkeit sieht für Frauen – noch – anders aus.

8. Überlastung

Frauen sind für fast alles selbst zuständig und verantwortlich. Für ihr Glück, ihre Ausbildung und – mit zudem oft niedrigeren Bezahlungen als Männern – ihren Beruf. Haben sie Familie und Kind(er), übernehmen sie – unbezahlt und ohne gesellschaftliche Würdigung – die Fürsorgepflicht für Betreuung, Erziehung und Schulerfolg ihres Kindes/ihrer Kinder, den Haushalt mit Küche, Wäscherei und Putzdienst, die Bedürfnisse ihres Partners und oft auch noch die Versorgung und Pflege ihrer eigenen Eltern/Schwiegereltern. Sind sie zusätzlich berufstätig, dann meist nur als Zuverdiener und Arbeitskraft 2.ter Klasse. Bei alledem haben sie Angst zu versagen und/oder anderen etwas versagen zu müssen, Kindern, Partnern, Angehörigen, Vorgesetzten und KollegInnen. Die Folgen ihrer Überlastung sind auf allen Gebieten festzustellen. Wie konnte es dazu kommen?

9. Fälschung

Über Jahrhunderte wuchsen Kinder in einer „patriarchalischen Gesellschaft“ auf, in der – von meist beiden Elternteilen – Söhnen eindeutig der Vortritt vor Töchtern gegeben wurde. Das „Patriarchat“ wurde durch Fälschungen begünstigt wie gefestigt – am folgenschwersten durch die Reduktion der in der ursprünglichen Priesterschrift beschriebenen „ganzheitlichen Schöpfung“ der Menschheit auf ein „Urmenschen-Paar“ und der „Entnahme“ der Frau aus einer Rippe des Mannes. Damit war die Frau zu einem „Produkt“ des Mannes geworden, ihm „von Gott gegeben“ untergeordnet sowie Machtverteilung, Hierarchie und „die Bestimmung der Frau“ eindeutig festgeschrieben. Doch es liegt nicht nur an den Männern.

10. Verrat

Frauen werden von ihren eigenen Geschlechtsgenossinnen „verkauft“. Denn viele der Frauen, welche in Politik, Medien und Wirtschaft „ganz oben“ ankommen, werden im Fühlen, Denken und Verhalten zu „männlichen Wesen“, denen es – wie Männern – um Ansehen, Macht und persönlichen Profit geht. Dafür sollen sich die „einfachen“ Frauen bis zum „burn-out“ verausgaben. Ausgequetscht wie Zitronen, ohne Chance, das ihnen von Politik, Medien und Wirtschaft verheißene persönliche Glück zu erreichen. Doch dies ist noch nicht alles.

11. Schönheit

Aus der Jahrtausende gelebten Sorge um die Nachkommen rührt ein innerer Antrieb, immer perfekt – die fürsorglichste Mutter, beste Hausfrau, begehrenswerteste Partnerin und attraktivste Frau – zu sein. Dies nutzen Werbe- und Konsumwirtschaft maßlos aus. Sie reduzieren Frauen auf Äußerlichkeiten, für Milliardengewinne der Mode-, Kosmetik- und Diätkonzerne. Dies ist Irrtum wie Irrweg. Denn die Schönheit der Frauen zeigt sich in der Selbstsicherheit ihrer Bewegungen, in der Freude an ihrer Weiblichkeit und in ihren Wärme und Liebe ausstrahlenden Augen.

12. Gleichstellung

Es sind die Frauen, die „alles am laufen“ halten, oft unentgeltlich und uneigennützig, aber zum Vorteil und Nutzen der gesamten Gesellschaft. Es gibt keinen Grund für eine soziale, finanzielle und wirtschaftliche Ungleichstellung beider Geschlechter. Es gibt keinen Grund, Frauen zu benachteiligen und sie bis zum „burn-out“ zu überlasten. Sie verdienen die volle Anerkennung, Wertschätzung und finanzielle Vergütung ihrer für die Weitergabe der Liebe und Menschlichkeit an ihr(e) Kind(er) unabdingbaren Leistungen als Mutter und häuslichen Pflege eigener Eltern/Schwiegereltern ebenso wie die volle Gleichstellung, Wertigkeit und Bezahlung in sämtlichen Arbeits- und Berufsfeldern.

13. Jahrtausend-Gesetz

Die vollständige Gleichstellung von Frauen und Männern ist in kürzester Zeit möglich. Parteiübergreifend können alle Parlamentarierinnen des Deutschen Bundestages ein umfassendes „Gleichstellungs-Gesetz“ einbringen und damit von „heute auf morgen“ die Benachteiligungen der Frauen auf allen Ebenen beenden. Sie müssen dazu nur das männliche „Folterinstrument“ des Fraktionszwangs „über Bord werfen“. Trotz eines Frauenanteils von 30 Prozent ist für dieses Gesetz die Mehrheit sicher. Denn genügend Parlamentarier werden ihrer Partnerinnen/Ehefrauen/Töchter zuliebe zustimmen und stolz darauf sein, ein „Jahrtausend-Gesetz“ mit beschlossen zu haben.

14. In Liebe leben

Für Kinder ist Spielen die wichtigste Tätigkeit, für Erwachsene Lieben und in Liebe leben. Dabei können als höchste Form zwei Menschen zu liebenden Partnern werden und sich – die urzeitliche Trennung in zwei Geschlechter „aufhebend“ – in inniger Einheit verbinden. Frauen benötigen für die Liebe Anerkennung, Wertschätzung, Berührung, Zärtlichkeit, Ruhe, Lust und genügend Zeit – nicht hingegen Dauerstress, Überforderung, Überlastung und Übermüdung. Für Männer ist von einer Frau geliebt zu werden das größte Geschenk auf Erden – und selbst Lieben und in Liebe leben das beste Mittel gegen Aggressivität, Ausbeutung, Hass, Terror und Krieg.

15. Rettung

Das Wunder unseres Lebens ist durch die Ausbeutung der Erde wie die Überlastung der Frauen in höchster Gefahr, zerstört zu werden – durch männliche Macht- und Habgier, Aggressivität und Gewalt, durch eine Erwärmung der Erde wie ein Erkalten der Liebe. Die Frauen – Urquelle der Liebe eines jeden Kindes wie der gesamten Menschheit – haben es für uns alle in ihren Herzen und Händen. Sie können die Urkraft der Schöpfung, die Liebe und Menschlichkeit und damit – wie schon vor Urzeiten durch ein „Schach matt setzen“ einer lebensgefährlichen Bedrohung – unser Überleben und unseren Planeten retten. Hierfür müssen sie aber über genügend Kraft verfügen und sich trauen, wieder die erste Rolle in dieser ganz besonderen Geschichte zu übernehmen. Die Frauen, nicht die Männer.

Prof. Dr. med. Gunther Moll ein deutscher Kinderpsychiater, Kinderrechtler, Politiker und Bestseller Buchautor

Professor Dr. med. Gunther Moll ist Leiter der Kinder- und Jugendabteilung für Psychische Gesundheit an der Universitätsklinikum Erlangen, Autor mehrerer Bücher sowie Co-Autor von „Die Vorstufe zum Paradies für uns alle – Warum wir sie erreichen können und wie sie finanzierbar wäre“

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